Seligsprechung von Johannes Paul II. läuft planmäßig
Der langjährige Papstsekretär Kardinal Stanislaw Dziwisz, hat Medienberichte über eine Verlangsamung des Seligsprechungsverfahrens von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zurückgewiesen. Dies meldete am 29.Juni 2010 die polnischen Katholischen Nachrichtenagentur (KAI).
Der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz teilte mit, alles laufe planmäßig. Kardinal Dziwisz betonte, auf die Seligsprechung warte ganz Polen und die Welt. Beim Termin verlasse man sich auf den Heiligen Geist.
Die italienische Zeitung «Il Giornale» hatte am Wochenende berichtet, es zeichne sich eine Verzögerung des Verfahrens ab. Anlass seien Probleme mit dem Nachweis eines Heilungswunders, das auf Fürsprache von Johannes Paul II. erfolgt sein soll. Daher dürfte der bislang genannte Seligsprechungstermin April 2011 nicht mehr realistisch sein, so das Blatt.
Die Zeitung hatte berichtet, im Zuge der medizinischen Untersuchungen habe einer der befragten Experten die Diagnose für die französische Ordensfrau bezweifelt, die bald nach dem Tod des Papstes auf unerklärliche Weise gesund wurde. Die Schwester habe möglicherweise gar nicht an der Parkinson-Krankheit gelitten, wie bislang angenommen. Der Vatikan äußerte sich offiziell nicht zu dem Vorgang.
Das Seligsprechungsverfahren für den im April 2005 gestorbenen Papst aus Polen war bereits im Juni desselben Jahres eröffnet worden. Im Dezember 2009 attestierte Benedikt XVI. seinem Vorgänger den «Heroischen Tugendgrad», eine weitere Voraussetzung für eine Seligsprechung. Nun ist noch der Nachweis eines Wunders auf Fürsprache des «Dieners Gottes» notwendig.